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Chili Jungpflanze getopft
Chili Jungpflanze mit erster Blüte

Auspflanzen


Nach den Eisheiligen (Mitte Mai) können die Chilipflanzen ins Freiland an ihren Platz oder in einen grossen Kübel auf Balkon oder Terrasse gepflanzt werden. Es sollte nachts nicht kälter als 5 Grad sein. Das ist natürlich je nach Gegend und Jahr unterschiedlich.

Den Kübel nicht zu klein wählen, 5 Liter sollte er schon haben.

Boden


Der Boden sollte humusreich und gut durchlässig sein. Im Garten kann man normale Blumenerde unter die Erde mischen. Eine andere Möglichkeit bietet halb verrotteter Stallmist, der unten in das Pflanzloch eingearbeitet wird. Durch die weitere Verrottung entsteht Wärme und Chilis haben wie alle Nachtschattengewächse gerne warme Füsse. Darum sollte der Boden auch (mit oder ohne Stallmist) gemulcht werden mit z.B. Stroh, Blättern, Rasenschnitt.

Im Kübel ist ein nährstoffreicheres Substrat wichtig. Um den Boden lockerer zu machen ist Perlite gut geeignet. Die Wurzeln bleiben gesünder und die Ernte wird höher.

Düngung


Im Gegensatz zu Tomaten brauchen Chilis nicht so viel Dünger. Solange der Boden humos ist, etwas Stallmist oder gut durchgereifter Kompost untergearbeitet ist, brauchen Chilis nicht gedüngt zu werden. Zu viel Stickstoff fördert nur das Blattwachstum, die Pflanzen werden zu gross und verlieren ihre Standfestigkeit.

Im Kübel verbrauchen sich die Nährstoffe. Geben Sie Pflanzen im Endtopf entweder einen Langzeitdünger oder düngen Sie mit Flüssigdünger alle 2 - 3 Wochen. Chilis bilden erst ihre Wurzeln aus. Die Pflanze wächst in der ersten Zeit nach dem Auspflanzen darum wenig. Unter der Erde aber desto mehr! Düngen sie trotzdem nicht und halten Sie die Pflanze eher trocken. Dann kann die Pflanze ihr Wurzelwerk gut ausbilden. Das braucht sie um später die wichtigen Nährstoffe aufnehmen zu können.

Fängt die Pflanze an zu blühen, ändert sich ihr Nährstoffbedürfnis. Für die Fruchtbildung brauchen Chilipflanzen wie viele Nachtschattengewächse eine erhöhte Kaliummenge. In handelsüblicher Tomatenerde hat man dies berücksichtigt. Verwenden Sie einen Dünger mit hohem Kaliumgehalt (K) und geringem Stickstoffgehalt (N).

Wasser


Die Pflanzen brauchen zwar regelmäßig Wasser, mögen aber keine Staunässe. Das kann zu Fäulnis und Krankheiten führen. Gießen Sie die Chilipflanzen also von unten.

Pflanzen im Kübel sollten in der Hauptwachstumszeit jeden 2. Tag abends gegossen werden. Im Freiland reicht normalerweise die Bodenfeuchtigkeit und die Pflanzen werden nur im Ausnahmefall gegossen. Man kann neben der Pflanze einen Blumentopf eingraben, wobei die Topfoberkante mit der Erdoberfläche anschließt. Dieses Pflanzgefäß können Sie bei Trockenheit regelmäßig mit Wasser füllen. Die Pflanze saugt sich dann selbst das benötigte Wasser aus dem Topf.

Es ist normal, dass die Blätter bei heißen Tagen etwas herunterhängen. Dann sollten Sie abends gießen.

Überwintern


Chilipflanzen vertragen grundsätzlich keinen Frost. Man kann sie aber im Haus überwintern.

Im November/Dezember untersuchen Sie die Pflanzen auf Schädlinge und entfernen diese. Sie können auch die alten Blätter entfernen. Schneiden Sie die Pflanze mäßig zurück. - Kalt überwintern: Stellen Sie Ihre Chilipflanze an einen hellen und kühlen Ort, z.B. ein Treppenhaus oder einen Flur bei ca. 10 Grad. Gießen Sie nur noch wenig, ohne aber den Topfballen komplett austrocknen zu lassen. - Warm überwintern: Haben Sie keinen geeigneten kühlen Ort, können Sie die Pflanze warm überwintern. Da Chilis mehrjährige Gehölze sind, wächst die Pflanze einfach weiter. Pflegen Sie die Chilipflanze wie bisher, achten Sie aber unbedingt auf Schädlinge. Im Februar beginnt die Pflanze mit einem neuen Austrieb. Schneiden Sie die Chilipflanze stark zurück und geben ihr einen neuen Topf und neue Erde und stellen Sie ihn an einen wärmeren Ort. Falls Sie nicht umtopfen benötigt die Pflanze zum Austrieb etwas Startdünger. Fangen Sie an mehr zu Gießen.

Besonderheiten


Schlafbewegung. Bei manchen Chilisorten kann man die sogenannte Schlafbewegung beobachten. Es ist eine autonome Bewegung. Unabhängig vom Licht knicken die Pflanzen Abends ihre Nebentriebe und Blattstiele nach unten. Es sieht dann aus als ob sie an Wassermangel leiden. Sie gehen aber einfach nur schlafen! Man weiß noch nicht, wieso die Pflanzen dies machen. Passen Sie also bitte auf, ob Ihre Pflanzen Wasser benötigen oder nur "schlafen". Blätter mit Wassermangel sind schlapp, "schlafende" Blätter prall. Tipps Chilis benötigen viel Licht und Wärme, ein Standort mit 8 Stunden Sonnenschein fördert den Geschmack. An einer windgeschützten Südwand gedeihen sie am besten. Aber auch freistehend im Garten, auf dem Balkon, ja sogar auf der Fensterbank werden Sie Chilis ernten können. Voraussetzung ist nur viel Licht.